Potala-Palast – Residenz und Regierungssitz der Dalai Lamas

Potala-Palast

Der Berg „Mar-po-ri“ oder auch „Roter Berg“ genannt, dient als Heimat des sagenumwobenen Potala-Palastes. Dieser Palast thront auf einer Höhe von 130 Metern über der Hauptstadt von Tibet, Lhasa. Der Potala war bis zu Vertreibung von Tenzin Gyatso (14. Dalai Lama) anno 1959 die Residenz der Dalai Lamas. Der Dalai Lama ist das religiöse Oberhaupt des Vajrayana-Buddhismus, der in Tibet und der Mongolei weit verbreitet ist.

Potala-Palast - Geschichte über die Jahrhunderte


Überlieferungen nach wurde der erste Palastbau schon im Jahr 637 angelegt, welcher dann im 17. Jahrhundert in eine größere Anlage integriert wurde. Dieser erste Teil, „Phodrang Karpo“ oder auch „Weißer Palast“ genannt wurde zur Zeit des 5. Dalai Lamas abgeschlossen. Nach dessen Tod wurde im Jahr 1648 ein neuer Teil erbaut, der „Phodrang Marpo“ – übersetzt soviel wie „Roter Palast“. Die bekannten letzten großen Erweiterungen des Potala-Palastes wurden ca. 1922 unter dem 13. Dalai Lama durchgeführt. Dieser ließ 2 weitere Stockwerke auf den ursprünglichen Palast setzen.

Heute hat der Potala-Palast ganze 13. Stockwerke mit insgesamt 999 Zimmern. Die obersten Stockwerke dienten dem Dalai Lama als Privat-Gemächer, dann folgen Gebets- und Meditationsräume und die Unteren dienen als Grabstätte vorheriger Dalai Lamas. Hier ist das Grab des 5. Dalai Lamas zu erwähnen. Auf eine Höhe von 17,4 m und über 3 Stockwerke verteilt wurden ganze 3700 kg Gold verarbeitet.

Im Gegensatz zu vielen anderen Kloster und Tempelanlagen in Tibet wurde der Potalapalast von der chinesichen Besatzungsmacht nicht geschliffen und Großteils in sein Urform belassen. China setzte den Potala-Palast bereits 1961 auf die Liste der Denkmäler der Volksrepublik Chinas. Die UNESCO folgte 1994 und erkannte das „Historische Ensemble Potala-Palast in Lhasa“ als Weltkulturerbe.


Der 14. Dalai Lama residiert nach seiner Vertreibung allerdings im Exil im indischen Dharamsalam.

Mehr Infos zum Potala-Palast gibt es auf Wikipedia.

Videos zum Potala-Palast finden sie auf Youtube.

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