Bam – antike Stadt auf einer Hochebene des Ostirans

Zitadelle Bam

Die Stadt Bam (alt und neu) liegt auf einer Hochebene (Seehöhe 1059 Meter) in der Provinz Kerman im Iran. Laut Überlieferungen sollen die Sassaniden Bam an einer Oase gegründet und bereits 642 wieder an die Araber verloren haben. Aus dieser Zeit stammt auch die um 650 erbaute Hazrat-e-Rasul-Moschee. Ebenfalls im 10. Jahrhundert erbaut wurde die Zitadelle Arg-e Bam.

Bam – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft


Da die Stadt Bam als ein befestigter Grenzposten galt, wurde sie mehr als einmal zum Objekt zahlreicher Angriffe und Belagerungen. Die Afghanen, die Belutschen sowie die Sistani griffen Bam immer häufiger an. Bis letztendlich dann im 18. Jahrhundert der letzte Shah Persiens, Lotf Ali Khan aus der Zanddynastie, seine letzte Schlacht verlor und die Stadt an die Araber überging (1719 – 1721). Aus bisher noch ungeklärten Gründen wurde die ehemalige Stadt Bam im 19. Jahrhundert verlassen und ca. 2 km weiter das heutige „neue“ Bam erbaut.

Zahlreichen Angriffen widerstanden – gegen die Erdbeben verloren


Das neue Bam wurde am 26. Dezember 2003 von einem Erdbeben mit der Stärke 6,6 (Richterskala) zu 70 % zerstört.
Ca. 30 000 Menschen (andere Stimmen behaupten 60 000) starben angeblich bei diesem schlimmen Beben. Ein weiteres Erdbeben, welches am 21. Juli 2004 passierte, hatte eine Stärke von 4,2 auf der Richterskala und zerstörte die nach dem ersten Beben errichteten Häuser wieder beinah vollständig.

Die UNESCO nahm die Zitadelle 2004 auf die Liste des Weltkulturerbes auf – gleichzeitig setzten sie es auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes.

Mehr Infos zur Zitadelle von Bam gibt es auf Wikipedia.

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