Der Hadrianswall – Römische Grenze zwischen Schottland & England

Hadrianswall

Der Hadrianswall ist Zeitzeuge der römischen Herrschaft über Britannien. Doch nicht ganz Britannien zählt zu den von den Römern beherrschten Gebieten – der wilde Norden Britannien brachte schwerwiegende Probleme mit sich. Und dies nicht nur aufgrund des raueren Klimas sondern hauptsächlich wegen der wilden Stämme des Nordens. Aus diesem Grund lies Kaiser Hadrian einen 113km langen Wall errichten, welcher vom heutigen Bownesson-Solway bis zum Solway Firth an der Westküste reichte. Ein Sperrwerk, durchzogen von Grenztürmern, Zwischentürmen, Grabensystemen und Meilenkastellen. Aus nahezu den selben Gründen hatte Rom zuvor angefangen an der Grenze zu Germanien in Mitteleuropa den Grenzwall Limes aufzuziehen. Dieser sollte vor den wilden Germanenstämmen des Nordens schützen.

Geschichte des Hadrianswalls

Kaiser Claudius und seine nachfolgenden römischen Kaiser schafften es, Zeit ihrer Herrschaft, nie ganz Britannien als ihr Herrschaftsgebiet zu nennen. Nur der Süden und Osten wurde romanisiert. Der wilde Norden hingegen sorgte fortwährend für Unruhe. Die Stämme der Pikten und Caledonier sorgten mit ihren Überfällen für militärische Verluste, das Klima wahr um ein Vielfaches wilder als im Süden, und auch die langen Versorgungswege und die geringen wirtschaftlichen Erträge machten Probleme. Deshalb lies Kaiser Hadrian den 113km langen Wall erbauen um die Barbaren des Nordens vor der zivilisierten Welt der Römer zu trennen. Der Hadrianswall war bis auf die Regierungszeit des Antoninus Pius (dieser lies etwas weiter nördlich ein weiteres Wallsystem - den Antoninuswall - errichten) die nördlichste Grenze des römischen Reiches. Noch heute sind große Teile des antiken römischen Hadrianswalls erhalten und können bewandert werden. Die UNESCO erklärte die in England beliebteste Touristenattraktion 1987 zum Weltkulturerbe.

Mehr Infos zum Hadrianswall gibt es auf Wikipedia.

Videos zum Hadrianswall finden sie auf Youtube.

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