Sophienkathedrale in Kiew

Sophienkathedrale in Kiew

Die Sophienkathedrale in der Ukraine wurde im 11. Jahrhundert errichtet und mehrere Male erweitert, um- und weitergebaut. Sie gilt heute als eines der herausragendsten Bauwerke der europäisch-christlichen Kultur. Einer Überlieferung nach wurde mit dem Bau der Kathedrale im Jahr 1037 begonnen, nachdem der Kiewer Fürst Jaroslaw der Weise einen Sieg gegen die Petschenegen erringen konnte. Das ursprüngliches Aussehen der Kathedrale war ganz nach dem Vorbild der Hagia Sophia in Konstantinopel gerichtet. Eine fünfschiffige Kreuzkirche mit sieben Kuppeln und offener Galerie (nach byzantinischem Vorbild) – so wurde die einstige Kathedrale erbaut. Sie diente zu damaligen Zeiten als Mittelpunkt allen kulturellen und politischen Lebens im altrussischen Staat.

Untergang der Sophienkathedrale

Im 13. Jahrhundert fielen die Mongolen in Rus ein, was für die Stadt Kiew und die Kathedrale fatale Folgen mit sich brachte. Die Stadt verlor ihre zentrale Funktion und die Kathedrale ihre große kirchliche Bedeutung. Zerstörungen machten der Sophienkathedrale die folgenden zwei Jahrhunderten zu schaffen. Erst im 17. Jahrhundert wurde ein Wiederaufbau der Kathedrale eingeleitet. Unter der Herrschaft Petro Mohylas wurden 1630 die Arbeiten vom italienischen Baumeister Oktavian Mantchini durchgeführt. Doch auch dieser Bau wurde wieder zerstört, diesmal aber durch einen Brand im Jahr 1697. Nun war es Zar Peter I. der die Kirche diesesmal allerdings vollständig aus Stein errichten lies.


Im Jahr 1934 wurde die Kathedrale als kirchliche Einrichtung geschlossen und als „Staatliches Reservat Sophien-Museum“ eröffnet. Nach der Trennung der Ukraine von der Sowjetunion im Jahr 1991 wurde das Gebäude wieder der orthodoxen Kirche übergeben. Leider ist bis heute die Zugehörigkeit der Kirche nicht geklärt, sodass die Sophienkathedrale weiterhin ein Museumskomplex darstellt. Die UNESCO hat die Kathedrale im Jahr 1990 auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.

 

Mehr Infos zur Sophienkathedrale in Kiew gibt es auf Wikipedia.

 

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