Venedig - Die legendäre Lagunenstadt

Rom

Venedig (ital. Venezia) liegt an der Adriaküste im Nordosten Italiens und ist die Hauptstadt der Region Venetien. 270.000 Menschen nennen Venedig ihre Heimat. Bekannt ist Venedig (La Serenissima =„Die Allerdurchlauchteste“) vor allem als Lagunenstadt. So erstreckt sich das historische Zentrum der einst mächtigen Metropole über 118 Insel. Die Stadtviertel und Häuser sind nur durch Wasserkanäle verbunden. Venedig gilt heute als eines der beliebtesten Touristenziele in Italien, die dadurch lukrierten Einnahmen versucht man in die Erhaltung der historischen Bauwerke, sowie dem Hochwasser und Überschwemmungsschutz zu stecken.

 

Die Geschichte von Venedig


Erste Spuren eine Besiedelung lässt sich bis in die Zeit der Etrusker zurückverfolgen, seinen Namen hat Venedig von dem später in der Gegend ansässigen antiken Volk der Veneter, welche der Legende nach vom Trojaner Antenor abstammen sollen. Schon in der Zeit der Völkerwanderung hatte sich Venedig zu einer mächtigen Siedlung entwickelt, die als westlichster Außenposten des byzantinischen Reiches galt. Durch seine Beziehung in den Osten und günstige Handelsverträge gelang es der Stadt sich als wichtigster Handelplatz zwischen Westeuropa und Byzanz (heute Istanbul) zu etablieren. Venedig besaß ein Monopol auf den Handel mit Salz und entwickelte sich fortan zum Umschlagplatz von Waren und Gütern aus der ganzen bekannten Welt (Getreide, Edelmetalle, Bernstein, Sklaven, Seide, Elfenbein, Gewürze etc) was der Stadt großen Reichtum bescherte. Um den Handel über den Seeweg zu  sichern baute sich Venedig schon im 12 Jahrhundert eine beachtliche Flotte auf, welche die Handelsschiffe schützen sollte. Durch sein rasches Wachstum kam es in weiterer Folge zu Zwistigkeiten mit Byzanz, die in der Einnahme der Bosporusmetropole endete. Venedig baute nun sukzessive sein Reich aus und verstärkte seine Vormachtsstellung mit Außenposten in Kreta und Zypern.

Als im 15. Jahrhundert allerdings die Osmanen Konstantinopel (=Byzanz) einnehmen konnten, schwand Langsam die Macht der Venezianer. Erschwerend kam hinzu, dass sich mit den Eroberungszügen der Spanier und Portugiesen in Mittel und Südamerika der Handel immer mehr in den Atlantik verlagerte. So gewannen die Venezianer im Verbund mit  dem Papst, Genua und den Spaniern zwar 1571 noch die Seeschlacht von Lepanto gegen das Osmanenreich. Danach verlor man allerdings Zypern und Kreta an eben jene. Die Vorherrschaft hatten nun die Kolonialmächte aus Nordwest und Westeuropa übernommen. Der Anfang vom Ende der einst mächtigen Mittelmeerstadt. 1797 verlor Venedig endgültig seine Selbstständigkeit an Kaiser Napoleon und wurde etwas später ins Österreichische Reich integriert. 1866 wurde Venedig als Folge des österreichisch-preußischen Krieges an das neu gegründete Königreich Italien übergeben.

Sehenswertes in Venedig


Heute ist Venedig mit 11-14 Mio. Besuchern jährlich (knapp doppelt so viele wie Rom!) eines der beliebtestes Tourismusziele Europas. Die legendären Kanäle samt Gondeln und die beeindruckenden historischen Bauten machen Venedig zu etwas Besonderem. Unzählige Sehenswürdigkeiten wie der Rialtobrücke, dem Markusdom und Platz, der Kirche Santa Maria della Salute, dem Fondaco dei Turch, dem Dogenpalast, der Libreria Vecchia, dem Ca’ d’Oro (das Goldene Haus) oder der Scuola Grande di San Marco locken Gäste an. Die Liste der sehenswerten Bauwerke ist unendlich lang. 1987 wurde Venedig und die Lagune in der es liegt deshalb als Ensemble von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Mehr Infos zu Venedig gibt es auf Wikipedia.

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