Völklinger Hütte – erstes Industriedenkmal der Welt

Die Völklinger Hütte ist ein 1873 von Hütteningenieur Julius Buch gegründetes Eisenwerk im saarländischen Völklingen. Nur sechs Jahre nach der Errichtung seines Stahlwerkes, musste Buch selbiges aufgrund der fehlenden Rentabilität wieder schließen. 1881 kaufte Carl Röchling die schon bestehenden Anlagen auf und machte daraus schon wenige Jahre später die "Röchling’schen Eisen und Stahlwerke" zum größten Eisenträgerhersteller Deutschlands.

1928 erhielt die Hütte eine der größten und vor allem modernsten Sinteranlagen Europas, durch welche das Recyclen von Abfallprodukten (Feinerz, Gichtstaub) möglich wurde. Dies sorgte für einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung. Während des zweiten Weltkrieges lief die Maschinerie auf Hochtouren. Insgesamt knapp 14.000 Zwangarbeiter und Gefangene arbeiteten zu dieser Zeit in der Völklinger Hütte unter widrigsten Umständen und schwersten Bedingungen. Ihren produktiven Höhepunkt erreichte die Hütte, bedingt durch den Wiederaufbauboom, allerdings in der Nachkriegszeit. 1986 wurde die Hütte dann stillgelegt, kontinuierlich renoviert und zu einem begehbaren Museum umgewandelt.

1994 wurde die Völklinger Hütte von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben, damit ist Sie das erste Industriedenkmal auf der Welt, dem diese Ehre zu Teil wird. Neben dem Ferrodrom, das eine multimediale Erlebniswelt zu den Themen Eisen und Stahl darstellt, sorgen regelmässig stattfindete Kunst und Kulturveranstaltungen für einen regen Besucherzustrom. Von Rockkonzerten bis hin zu unterschiedlichsten Ausstellungen reicht das Programm...

Mehr Infos zur Völklinger Hütte gibt es auf Wikipedia.

Videos zu Völklinger Hütte finden sie auf Youtube.

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