Joya de Ceren - Amerikas Pompeji

Joya de Ceren ist eine archäologische Ausgrabungsstädte der Maya-Kultur in El Salvador. Ein gewaltiger Vulkanausbruch rund um das Jahr 600 begrub das präkolumbische Dorf unter sich und konservierte so viele einzigartige Relikte dieser mittelamerikanischen Hochkultur unter einer meterhohen Ascheschicht. Joya de Ceren wird deswegen auch oft auch als amerikanisches Pompeij bezeichnet. Im Unterschied zu seinem europäischen Pendant dürften die Bewohner allerdings frühzeitig gewart gewesen sein und konnten so die Stadt frühzeitig verlassen. Dafür spricht, dass zwar mehr als 70 Gebäude gefunden wurden, aber keine Leichen. Diese frühe Mayasiedlung ist gerade deswegen für die Archäologen und Geschichtswissenschaftler so interessant, weil sie im Gegensatz zu den meisten anderen historischen Mayastätten nicht das Leben der Oberschicht und des Adels zeigte, sondern jenes der einfache Bevölkerung.


Aufgrund der hastigen Flucht der Einwohner wurden in Joya de Ceren viele Artefakte gefunden, welche genauere Einblicke in die Lebensweise der Mayas gewähren: Vorratskammern, Möbelstücke, Keramik, Werkzeuge und sogar Speisereste. So konnten die Archäologen sogar Maniok, damals wie heute Grundnahrungsmittel, finden welcher erst Stunden vor dem Vulkanausbruch gepflanzt worden war. Den ausgegrabenen Häusern konnte man 5 verschiedene Funktionen zuweisen: Schlafhäuser, Küchen, Vorratshäuser, Werkstätten und Schwitzhäuser.


Die Siedlung wurde erst 1976 durch den amerikanischen Wissenschaflter  Payton Sheet wieder entdeckt und schon 1993 von der Unesco zum Wetkulturerbe erklärt.

 

Mehr Infos zu Joya de Ceren gibt es auf Wikipedia.

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