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Visby – von Wikinger, Kriegen und Königen

Visby ist eine Stadt an der Westküste von Gotland – einer schwedischen Ostseeinsel. Erste eindeutigen Spuren einer dauerhaften Ansiedlung stammen aus der Wikingerzeit – ab 800 n. Chr.  Von Heinrich dem Löwen 1161 mit einem Handelsprivileg ausgestattet, regelte Visby die Rechtssicherheit des Ostseehandels. Visby war auch der erste Hauptort der Hanse und seine Bevölkerung bestand zeitweise sogar zur Hälfte aus Deutschen. Die Stadt entwickelte sich immer weiter und der Reichtum wuchs an, was 1288/89 zu einem verheerenden Bürgerkrieg mit der verarmten umliegenden Bevölkerung führte. Erst das Eingreifen des schwedischen Königs Magnus Laduläs beendete diesen Bürgerkrieg. Später (1361) wurde Visby Eroberungsziel des dänischen Königs Waldemar IV. und die Vitalienbrüder suchten und fanden von 1394 bis 1398 Schutz in der Stadt. 

1408 fiel die Stadt und so auch die gesamte Insel wieder in die Herrschaft von Dänemark. 1525 zerstörten die Hansestadt Lübeck bei deren Angriff auf Visby alle Kirchen bis auf die deutsche Kaufmannskirche St. Marien – dem heutigen Dom St. Maria. Visby zählt schon sehr lange zu den eindrucksvollsten und historischsten Städten von Schweden. Mit seinen zahlreichen mittelalterlichen Bauwerken, der 3,6 Kilometer langen Stadtmauer und der Ruine der Burg Visborg steht die Stadt schon seit 1805 unter Denkmalschutz. Die UNESCO setzte die Stadt mit deren zahlreichen Bauwerken 1995 auf die Liste des Weltkulturerbes.

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