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San Ignacio Mini

San Ignacio Mini ist eine ehemalige Jesuitenreduktion im Nordosten von Argentinien. Um 1610 kamen die ersten Jesuiten zu Missionarszwecken in die Grenzregion wo Argentinien, Paraguay und Brasilien aufeinandertreffen. 1696 wurde dann die Mission San Ignacio Mini gegründet. Von ihr aus sollten die Guarani-Indianer zum christlichen Glauben bekehrt werden. In ihrer Blütezeit beherbergte die San Ignacio Mini um die 4000 Einwohner, bestehend aus Indios und Missionaren. Weil die Jesuitenstützpunkte innerhalb kürzester Zeit hohe Ernteerträge abwarfen wurden die Jesuiten aber von den spanischen Kolonialherren wieder aus der Gegend vertrieben. Als die Jesuiten von den Spaniern  verjagt wurden, verließen auch die Indianer wieder die Reduktion, und die Stadt blieb fortan verlassen.

Die Reduktionen sollten einerseits zur Missionierung der ansässigen Indios dienen, als auch zu deren Schutz vor Sklavenhändlern. Dennoch gehen in der Wissenschaft die Meinung darüber auseinander. Die einen halten die Missionen für glänzende Beispiele der Entwicklungshilfe, andere wiederum halten es für  nichts anderes als Kolonialisierung und Bereichung auf Kosten der Indios. Die Unesco erhob San Ignacio 1984 gemeinsam mit 4 weiteren argentinischen Missionen zum Weltkulturerbe. Auch die Reste der Reduktionen in Brasilien (São Miguel das Missões), Paraguay (u.a. La Santísima Trinidad de Paraná) und Bolivien (Jesuitenmissionen der Chiquitos) zählen heute zum Weltkulturerbe.

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