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Tiahuanaco - Kulturelles Zentrum der Aymara-Kultur

Tiahuanaco (=Tiwanaku) zählt zu den bedeutendsten archäologischen Stätten Boliviens. Die auf 4000 Meter Seehöhe liegende Stadt weist erste Siedlungsspuren aus dem 15. Jhdt. vor Christus auf und entwickelte sich um 300 v. Chr zu einem kulturellen und religiösen Zentrum der Aymarakultur. Seine Blütezeit erlebte die Stadt, welche übersetzt „Setz Dich nieder kleines Lama“ bedeutet, zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert nach Christus. Aufgrund einer lange andauernden Dürreperiode musste die Stadt sukzessive aufgegeben werden. Nicht einmal ihre fortschrittlichen Bewässerungsanlagen und Speichersysteme konnte Tiahuanaco vor Wasserknappheit und Hungersnot bewahren.

Hinzu kam dann auch noch der gleichzeitige Aufstieg der Inkas, wodurch die Aymara  immer weiter an Macht und Einfluss verloren. Als die Inkas später die Stadt erreichten war selbige schon vollkommen verlassen. Heute sind noch nicht mal 1% der früheren Metropole freigelegt und wissenschaftlich untersucht worden. Erschwerend kommt für die Archäologen hinzu, dass die Ruinenstädte seit der Kolonialzeit immer wieder als willkommener Steinbruch für Baumaterial gedient hat. Wodurch viele historische Gebäude für immer verloren gegangen sind.

Sehenswertes in Tiwanaku

Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit von Tiahuanaco ist das sogenannte "Sonnentor". Ein 3 Meter hohes und 3,75 m breites Steintor, welches nicht nur durch sein Steinfries glänzt, sondern vor allem aufgrund der Tatsache, dass es komplett aus einem einzigen Andresitblock herausgehauen wurde. Der zentrale Kalasasaya-Platz (Platz der stehenden Steine) war wohl der Mittelpunkt des kulturellen Lebens in Tiwanaku. Des weiteren ist  diese historische Ruinenstätte vor allem auch wegen seinen vielen Monolithen und Steinfiguren (u.a. “el Fraile“ - der Mönch) berühmt. Im Jahr 2000 wurde Tiahuanco von der Unesco zum Weltkulturerbe erhoben.

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