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Coro - Gefährdete Kolonialstadt in Nordvenezuela

An der Nordküste von Venezuela im Bundesstaat Falcon findet man die Stadt Coro, vollständig Santa Ana de Coro. Der Name Coro kommt aus der Sprache der Awarak, einem indigenen venezolanischen Volk und bedeutet dort so viel wie „Wind“. Gegründet wurde die Küstenstadt am 26. Juli 1527 vom Spanier Juan de Ampíes. Doch nur wenig später nahm der Deutsche Ambrosius Dalfinger die Stadt im Auftrag des mächtigen Welsergeschlechts in Beschlag und benannte sie in Neu-Augsburg um. Coro entwickelte sich fortan zu einem wichtigen Handelszentrum, aber als die Provinzverwaltung und der Bischofssitz in die heutige Hauptstadt Caracas verlegt wurde, verlor Coro rasch an Bedeutung.

Die Altstadt von Coro, inklusive dem dazugehörigen Hafen La Vela, wurde 1993 von der Unesco zum Weltkulturerbe erhoben. Grund sind die zahlreichen prunkvollen Sakralbauten und Villen aus der Kolonialzeit, in denen spanische und niederländische Architektur, sowie die traditionelle Lehmbauweise miteinander verschmelzen. Besonders eindrucksvolle Gebäude sind unter anderem die Catedral Basílica Menor, das Arcaya-Haus, die Kirche San Francisco, oder die Kapelle des königlichen Hospitals. Auch die Plaza San Clemente mit der Capilla San Clemente ist äußerst sehenswert. Aufgrund schwerer Beschädigungen durch Stürme in den Jahren 2003/04 und der Vernachlässigung der historischen Bauten hat die Unesco die Altstadt von Coro 2005 auf die Liste des gefährdeten Weltkulturerbes erhoben.

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Dies ist nicht die offizielle Website der UNESCO. Wenn Sie auf die Seiten der UNESCO wollen, dann klicken Sie bitte hier.