Troja & der Trojanische Krieg - eine Legende in den Geschichtsbüchern

Troja

Die eindeutige Lage Trojas wurde schon viele Male angeblich gefunden. Einig waren sich die vielen Geologen und Archäologen nur über den ungefähren Lagepunkt – den Nordwesten der Türkei am Hellespont in der Provinz Canakkale. Erst der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann fand die mutmasslich genaue Lage Trojas heraus (was sich später jedoch nur als „Pergamos-Burg“ der Stadt Troja herausstellte). Zuvor gruben auch er und seine fünf Mitarbeiter an der falschen Stelle.

Sie gruben, der These LeChevalier nach, unter dem Hügel Balli Dag. Als sich dort kein Erfolg einstellte, waren sie schon auf der Abreise. Nur der Zufall (das Verpassen des Schiffes) brachte das Forscherteam dann in die Obhut von Frank Clavert. Dieser Frank Clavert lies Schliemann und sein Team bei sich übernachten und überzeugte während dieser Zeit Schliemann von seiner These, dass Troja unter dem Hügel von Hisarlik begraben liegt. Eine These, die sich dann letztendlich auch bestätigte.

Ausgrabungen & Geschichte von Troja


Mit den ersten Ausgrabungen von Troja durch Heinrich Schliemann gaben sich die Forscher dann auch die Spaten und Besen in die Hand. Insgesamt 10 Siedlungsschichten legten die Forscher bis heute frei. Zum Bestehen Trojas wurden Funde gemacht, die eine Ansiedlung von 3000 v. Chr. bis in die Spätantike bestätigten. Spuren von einer Besiedelung weisen sogar bis auf 5000 v. Chr. zurück. In der Bronzezeit kontrollierte Troja dank seiner strategisch günstigen Lage an den Dardanellen die Zufahrt zum Schwarzen Meer. Große Berühmtheit erlangte die vergessene Stadt allerdings erst durch den antiken Philosophen und Schriftsteller Homer und dessen Werk Illias, in dem der jahrelange und zunächst erfolglose Krieg der Griechen mit den Trojanern erzählt wird. Erst durch eine List des schlauen Odysseus konnte die Festung genommen werden. Die Legende vom trojanischen Pferd war geboren.


Erst mit dem Einzug des Christentums wurde es immer ruhiger um Troja. Die Sagenhelden, welche bis dahin verehrt wurden, waren Vergangenheit und der Heereseinfall der Goten 276 fügte der einstigen reichen Stadt Troja schweren Schaden zu. Gegen Ende des 5. Jahrhunderts stellte sich aufgrund zweier verheerenden Erdbeben die Besiedelung Trojas abrupt ein. Die einst so mächtige Stadt geriet in Vergessenheit... Bis Schliemann kam!

Bis heute ist die genaue Existenz und Lage Trojas umstritten. Doch neigen die Meinungen der Geschichtsforscher eher zur These des Hügels Hisarlik. Was dann auch den Schauplatz des Trojanischen Krieges bestätigen würde.

Mehr Infos zu Troja gibt es auf Wikipedia.

Videos zu Troja finden sie auf Youtube.

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