Jelling – Kultstätte mit Grabhügeln und dem Haraldstein

Jelling Runenstein

Jelling liegt im der Mitte Jütlands im Staat Dänemark und wird als die bedeutendste archäologische Fundstätte ganz Dänemarks bezeichnet.

Auf den Resten von antiken Holzkirchen wurde hier in Jelling zwischen den beiden Grabhügeln (Nord- und Südhügel) eine steinerne Kirche aus dem Jahr 1100 n. Chr. entdeckt und ausgegraben. Gemeinsam mit den davor platzierten Runensteinen – dem Thyrastein und Haraldstein – und etlichen Hügelgräbern wurde dieser Platz schon in der Bronzezeit mit seiner kultischen Bedeutung belegt. Die UNESCO erkannte und ernannte das Zusammenspiel von "steinernen Kirche" und den beiden Runensteinen im Jahr 1994 als wertvoll und setzte sie auf die Liste des Weltkulturerbes.

Besondere Bedeutung wurde Jelling durch nordische Könige zu Teil, die Jelling als ihren Amtssitz nutzten. Namen wie König Gorm der Ältere (lies zu Ehren seiner Frau den Thyrastein schaffen), Harald Blauzahn (der Sohn Gorms und Erbauer des Haraldsteins) sowie Sven Gabelbart (erster christlicher Nachkomme und Sohn, welcher 986 seinen eigenen Vater vom Thron vertrieb), verschafften sich im Zusammenhang mit Jelling und seiner kultischen Wirkung einen Platz in den Geschichtsbüchern Dänemarks. Letzerer verlegte allerdings den Regierungssitz von Jelling nach Roskilde, wodurch die kleine Ortschaft schnell an Bedeutung verlor, ehe sie in der Neuzeit von Archäologen wieder endteckt wurde.

Mehr Infos zu Jelling gibt es auf Wikipedia.

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