Schloss Versailles – vom Jagdschloss zum Weltkulturerbe

Schloss Versailles

Ein Vorort von Paris beherbergt eines der größten Paläste ganz Europas – das Schloss Versailles. Ursprünglich als reines Jagdschloss, für König Ludwig den XIII. erbaut, diente dieser barrocke Palast doch bis zur Französischen Revolution (1798) als Hauptresidenz des Königshauses. Zu seinen lebhaftesten Zeiten bevölkerten mehrere Tausend Menschen die komplette Palastanlage. Es war in dieser Zeit der kulturelle und politische Mittelpunkt ganz Frankreichs.

 

Geschichte um das Schloss Versailles


Der Name Versailles versteckt die eigentliche Bedeutung „versare“ – umgraben / umwenden. Dies geht auf das kleine Dorf zurück, welches sich hier ursprünglich noch befand. Im 17. Jahrhundert standen im Mittelpunkt des damaligen Dorfes Versailles ein kleines verfallenes Schloss und eine Mühle. Aufgrund von immer öfter stattfindenden Jagdausflügen in dieser Region ließ der damalige König die Mühle in ein kleines Jagdhaus umbauen. Doch aufgrund von Verspottungen wegen der geringen Größe des Hauses lies der König 1631 in ein dreiflügliges Jagdschloss erbauen. Nach des Königs Tods ging das Schloss in den Besitz seines Erben über. Dieser Erbe war der König Ludwig der XIV. Dieser residierte immer häufiger in Versailles – doch diente das Schloss meist nur als Lustschloss und Sommerresidenz.

Als der königliche Finanzminister Nicolas Fouquet sich sein eigenes Schloss bauen lies und dies an Schönheit, Extravaganz und Größe weit von dem eigentlichen Königssitz Versailles absetzte, lies der König seinen Finanzminister wegen Untreue verhaften. Sofort beauftragte er den Umbau von Schloss Versailles. Im Jahr 1677 ernannte er Versailles als zukünftigen Regierungssitz – fortan waren teilweise bis zu 22 000 Menschen mit dem Umbau des Schlosses beschäftigt. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts war das Schloss Versailles in seiner heutigen prachtvollen Form fertiggestellt.

Mehr Infos zu Schloss Versailles gibt es auf Wikipedia.

 

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