Skellig Michael – schwer zugängliches mittelalterliches Kloster

Skellig Michael

Die Insel Skellig Michael (= „Michaels Felsen“) liegt ungefähr 12 Kilometer vor der Küste Kerrys in Irland. Auf dieser sehr abgelegenen kleinen Insel (17 Hektar) liegt das wohl bekannteste aber auch unzugänglichste mittelalterliche Kloster von ganz Irland. Dieses Kloster ist in der ursprünglichen und typischen irischen Trocken- bauweise geschaffen worden. Eine Bauweise, die vollkommen ohne Mörtel auskommt und trotzdem erhalten bleibt.

Als Wohnräume dienten den Mönchen kleine Steinhütten – die sogenannten „beehive-shaped huts“, was auf deutsch „Bienenkorb-Hütten“ bedeutet, welche sehr spartanisch eingerichtet waren. Das kleine Mönchs-Dorf lag auf 180 Metern Seehöhe (Die Insel ist 217 Meter hoch!) und war nur durch eine steile, 600 Stufen umfassende Steintreppe ohne Geländer zu erreichen. An der windabgewandten Seite hatten die Mönche Gemüse und Kräuterbeete angelegt, Trinkwasser lieferte eine Süßwasserquelle auf der Insel. So entstand eine vollkommen autark lebende Gemeinde. Laut Forschung waren es angeblich nur 12 Mönche und ein Abt, sodass sich eine Gemeinschaft wie die der Apostel bildete.

Geschichte von Skellig Michael


Das schwer zugängliche Kloster wurde bereits 588 erbaut und konnte im Jahr 823 aufgrund seiner außergewöhnlichen Lage sogar einen Angriff von Wikingern abwehren. In etwa um 1000 n. Chr. wurde von den Mönchen eine neue Kapelle errichtet. Nur ein weiteres Jahrhundert später verließen die Mönche allerdings Skellig Michael und zogen nach Ballinskelligs. Die Insel als Wallfahrtsort wurde bereits im Jahr 1500 bestätigt – heutzutage ist sie ein beliebtes Ausflugssziel. Aufgrund der nicht gerade tourismusfreundlichen Lage ist ein Besuch der Insel aber nur bei anhaltendem guten Wetter möglich – und dies auch nur in kleinen Booten zu maximal 12 Personen. 1996 erkannte und ernannte die UNESCO die kleine Insel Skellig Michael zum Weltkulturerbe.

Mehr Infos zu Skellig Michael gibt es auf Wikipedia.

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