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Haghpat – Heimat des eindrucksvollen Klosters Haghpatavank

Haghpat ist ein kleines, relativ unbekanntes Dorf in der zerklüfteten Felsenlandschaft von Lori, einer nordarmenischen Provinz. Die bekannteren Dörfer Sanahin und Akner sowie die Stadt Alawerdi liegen in unmittelbarer Nähe zu Haghpat. Doch im Gegensatz zu diesen beiden Dörfern ist Haghpat vom Tourismus unbeachtet – dies wirkt sich natürlich sehr auf die hohe Armutsrate im Dorf aus. Erst seit ein paar armenische Reiseagenturen das Dorf Haghpat in ihre Kataloge aufgenommen haben, wächst die jährliche Touristenzahl langsam aber stetig an.

Haghpat und der nahe Klosterkomplex Haghpatavank

Im 10. Jahrhundert wurde das Kloster Haghpatavank unter der Herrschaft der Bagratidendynastie gegründet. Mit dem Bau des Gotteshauses wurde um 970 begonnen. Der älteste Teil dieses Klosters – die Heilig Kreuz Kirche oder auch Surb Nshan Kirche genannt – wurde dann ca. 991 durch den armenischen Architekten Trdat fertiggestellt. Über das komplette Gelände des Klosters, das heute zur armenisch-apostolischen Kirche gehört, sind zahlreiche Chatschkare (kunstvoll gravierte Steine mit dem Aussehen von Kreuzen) und bischöfliche Grabstätten verteilt. Weithin sichtbar ist der mächtige freistehende Glockenturm (Bild). Der ganze Klosterkomplex bei Haghpat ist ein eindruckvolles und sehr gut erhaltenes Beispiel der einzigartigen mittelalterlichen armenischen Kunst und Architektur. Das Kloster Haghpatavank und die Klöster in Sanahin wurden gemeinsam von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.

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