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Rideau Canal - älteste künstlich angelegte Wasserstraße Nordamerikas

Der auch als Rideau Waterway bekannte Rideau Canal in der kanadischen Provinz Ontario ist mit seiner Länge von 202 km das wasserführende Verbindungsstück zwischen der Hauptstadt Ottawa mit der am Ontariosee liegenden Stadt Kingston. Von den 202 km Gesamtlänge sind eigentlich nur 19 km wirklich künstlich angelegt. Der Rest sind ausgebaute Abschnitte der Flüsse Rideau River und Cataraqui River sowie diverse Seen. Teile des Wasserlaufes (7,8 km) im Stadtzentrum Ottawas werden im Winter als offizielle und weltweit größte Anlage zum Schlittschuhlaufen benutzt.

Geschichte um den ursprünglichen Nutzen der Wasserstraße

Der Vorschlag zum Bau eines Kanals wurde schon kurz nach dem Britisch-Amerikanischen Krieg 1812 von Seiten der Briten gemacht. Umgesetzt und freigegeben wurde der Rideau Canal im Jahre 1832 und wird auch seither ununterbrochen genutzt. Ursprünglicher Nutzen sollte eine sichere Versorgungs- und Kommunikationsroute für militärische Zwecke sein. Denn Absicht war, den direkt an der Grenze liegenden Sankt-Lorenz-Strom mit den britischen Schiffen zu umgehen, da hier die Schiffe unter ständigen Angriffen zu leiden hatten. Doch der Bau stand unter keinem guten Stern. Tausende irische und frankokanadische Arbeiter starben an Malaria, Unfällen, anderen Krankheiten und zum Schluss auch noch an einer Choleraepidemie. Heutzutage wird der Rideau Canal mit seinen 47 Schleusen nur noch für touristische Zwecken genutzt. Die UNESCO erklärte 2007 den Kanal zum Weltkulturerbe.

 

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