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Cuzco - Hauptstadt der Inkas

Das 320.000 Einwohner starke Cuzco (auch Cusco) liegt auf 3400 Meter Seehöhe im Andenhochland und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Der Sage nach soll  die Hochebene um Cuzco schon in grauer Vorzeit vom Urvolk der Tampus bewohnt gewesen sein. Sie sollen in der Mythologie der Quechua-Indianer die ersten Menschen auf der Erde gewesen sein. Nur die Götter existierten noch länger. Tatsächlich nachgewiesen ist, dass die Inkas die Stadt im 11. Jahrhundert gegründet haben und danach zu ihrer Machtzentrum ausbauten. Dies spiegelt sich auch im Namen wieder. Cuzco (Qusqu) heißt in der Quechuasprache nichts anderes als “Nabel der Welt“.

Bis zu Túpac Yupanqui  dem 10. Inka (Herrscher über das Volk der Inka) war Cuzco die uneingeschränkte Hauptstadt des Reiches. Unter seiner Ägide erreichte das Inkareich auch seine größte Ausdehnung. Es reichte von Quito bis nach Santiago de Chile. Als geschickter Staatsmann beorderte er Würdenträger, Künstler und Denker der unterlegenen Stämme nach Cusco, was nicht nur für innere Ruhe sorgte sondern auch für stete Weiterentwicklung.

Auf den Ruinen der Inkastadt erbaut

Huayna Cápac, der 11. Inka, hingegen verlegte seinen Regierunssitz nach seiner Machtübernahme 1493 in den Norden nach Quito. Er teilte später sein Reich auf seine Söhne Atahualpa und Huáscar auf. Der eine bekam die Herrschaft über da nördliche Territorium, der andere über das südliche. Huascar, der wieder in Cuszco residierte, verlor im anschließenden Konflikt gegen seine Bruder und dessen kampferprobten Truppen aus dem Norden. Dieser konnte sich aber nur kurz über seinen Sieg freuen, weil wenig später die Spanier unter Francisco Pizarro in das Inka-Imperium einmarschierten. Nach etlichen Schlachten blieb von der einstmals mächtigen Inkahauptstadt wenig übrig. Das die Paläste bedenkende Gold würde von den Konquistadoren eingeschmolzen und die Tempel und Paläste wurden niedergerissen. In den folgenden Jahren wurde Cuzco von den Spaniern auf den Ruinen der Inkametropole zwar neu gegründet, blieb aber fortan eine eher unwichtige Provinzstadt.

Heute ist Cuzco vor allem als Ausgangspunkt für Touren in die berühmte Andenstadt Machu Picchu bekannt. Cuzco bietet aber selbst eine große Anzahl an Sehenswürdigkeiten. Um das Andenken an das Volk und die Kultur der Inkas zu zerstören wurde die Kolonialstadt Cusco auf den Ruinen der Inkas errichtet. So wurde etwa die Kathedrale auf den Grundmauern des Palastes des 8. Inka Viracocha erbaut. Über den Resten des Sonnentempels, des zentralen Heiligtums der Inka, wurde das Santo-Domingo-Kloster erbaut. Die prunkvolle Jesuitenkirche La Compañía, auf den Ruinen des Palastes des Herrschers Huayna Cápac erbaut. Trotz alledem sind in und um Cuzco nach unzählige Relikte der Inkakultur zu sehen und zu besichtigen.

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